PROGRAMM

Programm-Vorschau 2021


Februar – April

Gülbin Ünlü
„Ohne Titel“

11. Februar bis 4. April 2021


In Ihrer ersten Einzelausstellung zeigt die Künstlerin eine Verdichtung an Arbeiten und geht in der Art der Präsentation auf die örtlichen Gegebenheiten des Kunstpavillons ein.

Technisch faszinieren die Werke von Gülbin Ünlü mit ihrer eigens weiter entwickelten Drucktechnik, die den digitalen Druck mit der analogen Malerei vereint. Inhaltlich beschäftigt sich die Künstlerin in ihrer Ausstellung »ohne Titel« mit Fragen zur Identität, Verbindungen und vor allem mit der Erkundung der Erinnerung. Können Erinnerungen zeitlich geclustert werden? Oder verschwimmen und überlagern diese im Laufe der Zeit mit individuellen Erfahrungen, und wie funktionieren kollektive Erinnerungsnetzwerke?

Im Dialog erörtern Gülbin Ünlü und der promovierte Kunsthistoriker Gürsoy Dogtas Fragestellungen, die die Ausstellung aufwirft, und kontextualisieren sie mit Erfahrungen aus dem Privatleben der Künstlerin. Das Gespräch in Form eines limitierten Begleithefts wird bei Öffnung der Ausstellung erhältlich sein.

 

 

April

Mitglieder der Fachgruppe Kunst in ver.di „Universum - Mensch“

Vernissage (unter Vorbehalt) Donnerstag, 8. April /
Ausstellung: 9. bis 25. April 2021


In dem uns bekannten Universum ist der Mensch das erstaunlichste Wunder. Die Menschen haben gelernt Werkzeuge und Kunstwerke zu erschaffen sowie Zivilisationen aufzubauen. Im Laufe der Jahrtausende hat die Menschheit große Denkerinnen und Denker sowie einfache Leute hervorgebracht, die alle ihren Beitrag zur Entwicklung der Spezies geleistet haben. Neue Techniken und wissenschaftliche Methoden wurden entwickelt, Theorien aufgestellt und wieder verworfen. Und fundamentale Fragen wie „Warum gibt es uns?“ „Was bringt die Zukunft?“ können wohl nie zufriedenstellend beantwortet werden.


Der Fortschritt der gesamten Menschheit hat sich aber oft gegen viele einzelne gerichtet, die daran nicht teilhaben durften. Lediglich als Utopie galt die Vorstellung, dass die Wirtschaft dafür da sei die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Stattdessen sind Bedürfnisse bisher nur dann bedeutsam, wenn die zugehörigen Menschen auch zahlungskräftig sind. Und die Dynamik der Wirtschaft hat dazu geführt, dass sich die Schere zwischen arm und reich immer wieder und immer weiter geöffnet hat. In unserer globalisierten Welt ist dies zu einem weltweiten Phänomen geworden.


Durch die Corona-Pandemie ist die hinter dieser Entwicklung stehende neoliberale Ideologie brüchig geworden. Auf einmal hat nicht mehr das Wohlergehen der Wirtschaftsunternehmen und der Reichen höchste Priorität, sondern das Leben aller Menschen. Wird diese Verschiebung der Prioritäten Bestand haben, wenn die Pandemie abgeklungen ist? Werden allen Menschen ihre Menschenrechte und vor allem das Recht auf ein gutes, würdevolles Leben zugestanden? Und wie steht es um andere Menschheitsfragen? Kann verhindert werden dass unsere Erde durch die Klima-Erwärmung unbewohnbar wird? Dürfen sich Menschen nicht nur innerhalb ihres Nationalstaates, sondern weltweit ihren Wohnort aussuchen? Und wird es der Menschheit gelingen, dauerhaft Konflikte ohne Waffengewalt auszutragen und zu lösen?


In der Ausstellung zeigen Exponate die kreative Auseinandersetzung von Mitgliedern der VBK mit diesen und weiteren Menschheitsfragen.

 

 

Mai

Akademie der Bildenden Künste in München Klasse Alexandra Bircken

Vernissage (unter Vorbehalt) Donnerstag, 06. Mai
Ausstellung: 7. bis 30. Mai 2021

 

Juni und Juli geschlossen wegen Dachsanierung

 

 

Juli/ August

„im Grünen; zentral, offen, alt“

 

Anfang Juli bis Ende August 2021

 

Während einer Renovierungsmaßnahme im Juli und August 2021wird der Kunstpavillon e.V. im Alten Botanischen Garten sein künstlerisches Agieren in den ihn umgebenden öffentlichen Raum verlagern. Ziel des vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München geförderten Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projektes ist es, den Kunstpavillon langfristig in einen Dialog mit seiner Umgebung und den Menschen, die den Park auf sehr unterschiedliche Weise nutzen, zu bringen. Bereits seit September 2020 sind daher Künstler*innen, Kunstvermittler*- innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen eingeladen, sich mit dem Alten Botanischen Garten als öffentlicher Raum auseinanderzusetzen. Dabei wird in unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten die Geschichte und Gegenwart des Alten Botanischen Gartens, als Ort in München an dem scheinbar alles zusammentrifft, in performativen Interventionen, installativen Situationen und vermittelnden Formaten thematisiert. Im Alten Botanischen Garten treffen zentrale und beste Lage Münchens, durch die Nähe zum Hauptbahnhof, auf den sogenannten Brennpunkt der Stadt. Hier überlagert sich die Kolonialgeschichte des 19. Jahrhunderts mit der Etablierung Münchens als Weltstadt. Sinnbild dieses tecknikaffinen, modernen Bayerns war der Bau des Glaspalasts, während die heutige Grundstruktur des Gartens nach wie vor durch die Umgestaltung der Nationalsozialisten dominiert wird. Wir fragen uns, inwiefern die einzelnen Epochen und ihre Machtverhältnisse auch gegenwärtig noch Einfluss auf den öffentlichen Raum nehmen und auch heute noch wahrnehmbar sind. In einer übergeordneten Kartografierung möchten wir die Erzählungen des Alten Botanischen Gartens zusammentragen und zugänglich machen.

 

August

Preisträger/innen des Seerosenpreises



Vernissage (unter Vorbehalt) Donnerstag, 5. August
Ausstellung: 6. bis 22. August 2021

 

Preisträgerin 2020 Hilde Seyboth
Preisträgerin 2021 n.n.

 

 

September

Aldo Giannotti

Vernissage (unter Vorbehalt) Donnerstag, 9. September
Ausstellung: 10. September bis 17. Oktober 2021


Aldo Giannottis Augenmerk gilt der Beziehung von Menschen mit ihrer Umgebung sowie der physischen und symboli-schen Infrastruktur des sozialen Raums. Die Ausstellung gewährt einen Einblick in Aldo Giannottis Gebrauch der Zeich-nung als Instrument zur Ideenbildung. Dabei ist der Künstler ein scharfsinniger und kritischer Beobachter, der seine Ideen mit schwarzem Tintenroller visualisiert.

 

 

Oktober/ November

Förderausstellung der VBK für den künstlerischen Nachwuchs

Vorschläge der VBK für den Bayerischen Kunstförderpreis, und Auslands-Stipendien

Vernissage (unter Vorbehalt) Donnerstag, 21. Oktober
Ausstellung: 22. Oktober bis 7. November 2021

 

 

November

Jahresausstellung der Fachgruppe Kunst in ver.di

Vernissage (unter Vorbehalt) Donnerstag, 11. November
Ausstellung: 12. bis 28. November 2021
Öffnungszeiten: Di-Sa. 13-19 Uhr, So. 11-17 Uhr

 

 

Dezember

Jahresendausstellung der Mitglieder und Freunde des Kunstpavillon e.V.

Vernissage (unter Vorbehalt) Donnerstag 2. Dezember
Ausstellung: 3. bis 19. Dezember 2021
Öffnungszeiten: Di-Sa. 13-19 Uhr, So. 11-17 Uhr

 

Förderung für junge Künstler/innen am Anfang ihrer Professionalität. Die Auswahl trifft die Vereinigung bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK).

 

 

Änderungen möglich; Stand: 03.03.2021