Aktuell

Aktuelles Ausstellungsprogramm 2020

breeding shapes

Veronika Hilger

Vernissage: Donnerstag, 10. September ab 19 Uhr
Ausstellung: 11. September bis 18. Oktober 2020
Öffnungszeiten: Di-Sa. 13-19 Uhr, So. 11-17 Uhr


Fruchtbar und sich mehrend, im freien Wildwuchs und streng kultiviert: Die Formen, die Veronika Hilger züchtet – in Malerei und Keramik - entfalten sich in einem Zwischenreich zwischen Natur und Künstlichkeit, zwischen Imagination und Repräsentation, in einem klar konturierten und zugleich amorphen, sich ständig wandelnden Biotop, das sich jeder Bestimmung entzieht. Erfahrenes und Vorgestelltes bilden seinen Nährboden. Die Formen und Räume, die es umfasst, materialisieren sich durch das Bildermachen, seine Versprechungen und Illusionen. Die klassischen Genres der Malerei  Landschaft, Stillleben, Blumenstück, Porträt, Hortus Conclusus – scheinen in Hilgers Arbeiten auf, verschmelzen, mutieren und lösen sich auf. Die Ausstellung antwortet auf ihren Ort, den Alten Botanischen Garten, der längst kein wissenschaftlicher Lehrgarten mehr ist, sondern ein atmender, unscharfer Teil der Stadt.

 
Veronika Hilger (*1981) studierte Freie Malerei bei Axel Kasseböhmer und Jean-Marc Bustamante an der Akademie der Bildenden Künste München (Meisterschülerin). Sie lebt und arbeitet in München. 

Jubiläum – 70 Jahre Kunstpavillon

 

Ausstellung:
Ab 29. Mail bis Ende 2020

 

Was wäre, wenn bestimmte Organisationsformen Stoffe enthielten, die Freiheit, Demokratie und friedliche Entwicklung erodieren? Könnten womöglich solche Organisationsformen die Zukunft von Gesellschaft unmöglich machen; zum Beispiel angesichts der Klimakrise ein rechtzeitiges Umsteuern blockieren? Hat die Kraft heutiger Start-Ups etwas gemeinsam mit dem Willen zum Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg? Gibt es einen Langen Marsch durch die Kreativwirtschaft? Welche Rolle hat das Haus der Kunst im 21. Jahrhundert für sich gefunden? Seit wann ist München keine Metropole der Gegenwartskunst mehr, jedoch ein Zentrum global agierender Unternehmen?

Von 1948 bis 1950 renovierten Künstler*innen auf eigene Initiative die Kriegsruine im Alten Botanischen Garten, um dort wieder ihre im Faschismus verfolgte Kunst zeigen zu können. Ideell dem 1931 an dieser Stelle abgebrannten Glaspalast verpflichtet, der Mün- chens Ruf als Stadt der Kunst und Kultur einst begründete.

Anlässlich des 70. Jubiläums des Kunstpavillons war ursprünglich eine Ausstellung geplant, welche die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes und die wechselnden Herausforderungen an den mittlerweile ältesten artist-run space Münchens beleuchten und hinterfragen sollte.

 

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie hatten eine Änderung der Konzeption des Jubiläums zur Folge. Statt der Ausstellung im geschlossenen Raum werden nun die Außenwände bespielt. Dabei liegt die Betonung auf der Wahrnehmung der ursprünglichen Architektur. Die Außenwand des Kunstpavillons wird zur graphischen und konzeptionell-gestalteten Wandzeitung. Auf Postern, die in ihrer Zusammenstellung die Wandzeitung bilden, wird die Geschichte des Pavillons aufgearbeitet und zugänglich gemacht.

Die bis Ende des Jahres geplante Plakatierung der Flächen lenkt so mit Fragen, Statements und Bildern den Blick auf die Vergangenheit des Gebäudes um in der jetzigen Gegenwart über die Zukunft nachzudenken.

 

 

 


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